Gymnastikboys an der Weser


„Stadt – Land – Fluss“: Gymnastikboys auf Entdeckungsreise

Einmal im Jahr gehen die für ihre Geselligkeit bekannten Gymnastikboys im TV Eichen mit dem Bus auf Tour.

Diesmal zog es die reiselustigen Gymnastikboys mit ihren Chefinnen Elke Schreiber und Karin Franz vom 12.07. bis 15.07.2018 nicht ganz so weit in die Ferne. Leicht verspätet ging es am Donnerstag nach 6.00 Uhr mit dem Bus (Diehl-Reisen) ab in Richtung Norden. Wie immer wurde der erste Halt nach ca. zwei Stunden für ein ausgiebiges Frühstücks-Picknick mit belegten frischen Brötchen und leckerem Kaffee genutzt, das traditionell die Chefinnen ihren Boys zubereiteten. Das angekündigte prächtige Sommerwetter ließ auch nicht auf sich warten. Es hob die ohnehin schon gute Laune der 31 Teilnehmer, die natürlich gespannt auf das Kommende waren.

Der Trip versprach immerhin Begegnungen mit Kaiser Wilhelm I., Alexander Prinz zu Schaumburg-Lippe, Baron von Münchhausen, Feldherr Tilly, einem anonymen Kammerjäger, Hoffmann von Fallersleben, Landgraf Carl zu Hessen und Hermann dem Cherusker.

Wo könnte man wohl auf all diese berühmten Persönlichkeiten treffen? Um das Rätsel aufzulösen: Der „Fluss“ ist die Weser. Das „Land“ sind die Bundesländer Niedersachsen, NRW, Hessen und das frühere Schaumburg-Lippe. Und die „Städte“: Porta Westfalica, Bückeburg, Beverungen, Bevern, Bodenwerder, Hämelschenburg, die Rattenfängerstadt Hameln, Bad Pyrmont, Fürstenberg, Höxter mit dem Welterbe Corvey, Bad Karlshafen, Detmold und Bad Meinberg. Am Donnerstag bildete nach einem Abstecher zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal und der generalüberholten Denkmalterrasse in Porta Westfalica

der Besuch des sehenswerten Hubschrauber-Museums in Bückeburg mit Veranschaulichungen der Geschichte des Vertikalflugs und interessanten technischen Objekten bis hin zu modernen Transporthubschraubern einen ersten Höhepunkt der Jahresfahrt.

Nach einer Stärkung im Ratskeller stand nachmittags eine Führung durch das Schloss Bückeburg mit der eindrucksvollen Schlosskapelle, dem Festsaal und der Goldenen Pforte an, um anschließend einen Blick in das Marstallmuseum der Hofreitschule zu werfen. Nach einem Spaziergang durch den Schlosspark beeindruckte abschließend die Besichtigung des größten privaten Mausoleums der Welt, in dem die Fürsten zu Schaumburg-Lippe beigesetzt sind. Die Goldmosaikkuppel und die hervorragende Akustik luden einige Teilnehmer dazu ein, die anderen Gymnastikboys mit bester sakraler Gesangskunst in ehrfürchtiges Erstaunen zu versetzen.

Wie schon in den vorangegangenen Jahren hat Reiner Tiepelmann, unterstützt von Siegfried Falk und Kurt Buch, die Fahrt mit den sorgfältig ausgewählten Highlights geplant und alles perfekt organisiert! Er stellte sie unter das Motto „Weserbergland – eine Entdeckungsreise auf der deutschen Märchenstraße“. Die Auswahl des Hotels „Weserblick“ in Beverungen (Kreis Höxter) traf einmal mehr den Geschmack der Teilnehmer. Insbesondere die ausgiebig genutzte Außengastronomie lud hier zu langen gemeinsam verbrachten Abenden ein.

Von hier starteten (trotzdem immer pünktlich!) die von dem professionellen Reiseleiter „Freddi“ Röllke aus Höxter begleiteten Ausflüge mit dem Bus – am Freitag zunächst zum Schloss Bevern.

Anschließend ging es zur Münchhausenstadt Bodenwerder mit schönen Skulpturen zu einigen der bekannten Geschichten des Lügenbarons.

Anlässlich  eines Fotostops am Schloss Hämelschenburg konnte man in Erfahrung bringen, dass der Feldherr Tilly das Schloss im 30-jährigen Krieg vor der sicheren Zerstörung durch seine plündernden Landsknechte bewahrte, weil er sich verpflichtet fühlte, seine Glücksspielschuld gegenüber der damaligen Schlossherrin einzulösen, die mutig mit ihm verhandelte und im wörtlichen Sinne alles auf eine Karte setzte, um so mit Spielglück das Schloss zu retten.

Danach ging es zum gemeinsamen „kleinen Rattengang“ in der Rattenfängerstadt Hameln. Hier gab viel zu architektonischen Details der gut erhaltenen und prächtigen Bauten zu erzählen und zu fotografieren. Natürlich ist der „Rattenfänger“ überall im Stadtbild präsent und konnte dann sogar in Aktion als Glockenspielfigur am Rathaus bewundert werden.

Das bekannte Staatsbad Bad Pyrmont lud ein zu einem individuellen kurzen Stadtrundgang. Trotzdem blieb noch ausreichend Zeit und Gelegenheit, um bei schönstem Wetter in einem der vielen schattigen Straßencafés zu verweilen.

Auf der Rückfahrt gab es im berühmten Storchendorf Elbrinxen dann noch über 20 Weißstörche zu bestaunen – und natürlich ausgiebig zu fotografieren.

Der Tag endete dann mit einem vom Hotel organisierten Grillabend in einem zum Garten des Hauses gehörenden Pavillon mit Blick auf die Weser. Die Location war Garant für einen zünftigen Tagesausklang bis spät in die Nacht, obwohl die von den und für die Gymnastikboys organisierte musikalische Begleitung durch Peter Schünemann & Friends („Der Junge von der Weser“) im Trubel des Geschehens manchmal akustisch leider etwas unter gegangen ist.

Planmäßig starteten wir dann am Samstagmorgen mit dem Bus zu einer Schifffahrt auf der Weser von der hessischen Hugenottenstadt Bad Karlshafen aus zum Kloster Corvey bei Höxter (Weltkulturerbe).

In Corvey besichtigen wir den eindrucksvollen Westwerk aus dem 8. Jahrhundert, die Kapelle und die riesige Bibliothek mit über 75.000 Büchern. Hier konnten wir auch das Grab von Hoffmann von Fallersleben, dem Dichter der Nationalhymne, besuchen, der in Corvey als Bibliothekar arbeitete und lebte.

Anschließend folgte noch ein kurzer Stadtrundgang zu grandiosen Fachwerkhäusern in Höxter.

Dank der kundigen, kurzweiligen und immer unterhaltsam an die Frau/den Mann gebrachten Informationen des sehr engagierten Reiseleiters „Freddi“ kennen sich die Teilnehmer nun mehr oder weniger gut auch mit der eindrucksvollen Renaissance-Architektur an der Weser aus. Die Ausflüge führten nämlich unterwegs immer wieder einmal auf die zwischen Hann.-Münden und Bremen verlaufende „Straße der Weserrenaissance“ (z. B. Schloss Bevern).

Mit einem Abstecher nach Detmold, zum Hermannsdenkmal und zu den auf dem Nachhauseweg liegenden sagenumwobenen Externsteinen bei Bad Meinberg sowie einem gemeinsamen Mittagessen am Sonntag endete offiziell das sehr abwechslungsreiche Reiseprogramm.

Auf der Rückfahrt zogen die Teilnehmer untereinander ein insgesamt positives Resümee und bedankten sich mit viel Applaus bei dem unermüdlich um das Wohl der Teilnehmer besorgten Gymnastikboy Reiner Tiepelmann. Der ließ es sich nicht nehmen, den Teilnehmern schon einmal das nächste Ziel der „Tiepelmann Tours“ im Jahr 2019 mit so manchem Highlight vorzustellen (11.07 – 14.07.2019). Zum dann 40. Jubiläum des Bestehens der Gymnastikboys soll es – wieder mit dem Bus – nach Erfurt, Weimar, Apolda und Bad Frankenhausen am Kyffhäuser in Thüringen sowie nach Naumburg und Freyburg an der Saale bzw. Unstrut in Sachsen-Anhalt gehen!

Rechtzeitig zum Anpfiff des WM-Endspiels setzte der junge Busfahrer, der einen guten Job gemacht hat, die wohlbehaltenen Reiseteilnehmer wieder in Eichen ab.

Klaus Jankowski

PS:

Wie immer gibt es für die Teilnehmer der Fahrt ein Fotobuch. Auszugsweise sind einige Seiten daraus hier veröffentlicht.

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